Mittwoch, 4. Juni 2014

Beim Weihnachtsmann bestellt?

Bodenplatte und Wände des Untergeschosses sind bald fertig betoniert - es geht voran mit der neuen Talstation. Wo lange in erster Linie eine sehr grosse Baugrube zu sehen war, zeichnen sich die Konturen der neuen Seilbahnstation immer deutlicher ab...

Die neue Talstation wird Platz für den Umlaufbereich der Bahn enthalten, aber auch für die "Nachtruhestätte" von 49 Gondeln. Dazu die für den Betrieb nötigen Büros, Werkstätten und einen Kommandoraum, ab welchem die Bahn gesteuert wird!

Gebaut wird derzeit nicht nur an den Stationen, sondern auch auf der "Strecke": die Masten, im Fachjargon Stützen genannt, bedürfen der Fundamente. Zunächst ist jeweils eine kleine Baugrube auszuheben, so auch am besonders spektakulären Standort von Stütze Nr. 7, zuvorderst auf dem Vorberg gelegen, oberhalb des Felsens (im Hintergrund bzw. in der Tiefe ist die Talstation zu sehen):


Die Fundamente bestehen aus einer Fundamentplatte (die wieder mit Erde überdeckt wird) und einem Sockel. Verwendet wird reichlich Armierungseisen - die Stützen sollen angesichts der wirkenden Kräfte ja halten: 

Ein interessantes Detail: die meisten Stützen stehen leicht geneigt. Denn die Auflagekräfte sollen möglichst rechtwinklig zum Terrain einwirken können...

A propos Stützen, derzeit läuft die Anlieferung. Aus dem Werk von Garaventa/Doppelmayr ging es zur Verzinkerei, und nun bereits auf den Vormontageplatz. Bestens bewacht durch "Wachkühe":


Auf dem Platz werden die Stützen fortan "helikoptergerecht" zusammengestellt, ja gewissermassen portioniert. Noch rund 10 Wochen dauert es, bis sie durch einen Schwerlasthelikopter gesetzt werden. Ein Highlight des Seilbahnbaus, den wir rechtzeitig ankündigen werden...

Voran geht's auch an der Mittelstation. Bei nicht einfachen geologischen, topografischen und baulichen Bedingungen wird tolle Arbeit geleistet, die sich sehen lassen darf: 


Die Fundamente für die Ausfahrstützen Richtung Weissenstein stehen bereits. Die seitlich befindlichen "Schächte" werden später dazu dienen, das Förderseil zu Unterhaltszwecken tiefer als die Rollenbatterien zu halten. Rollenbatterien? Auch diese sind schon an ein Zwischenlager in der Region angeliefert worden, und glänzen dort um die Wette:


Übrigens, auch auf der Talseite der neuen Zwischenstation auf dem Nesselboden wird emsig gewerkt. Derzeit wird das Leergerüst erstellt, auf welchem hernach der weit auskragende vordere Teil der Station betoniert werden wird.




Den grössten "Sprung" in den letzten Wochen hat der "Gipfelbereich" gemacht. Pünktlich mit der Eröffnung des Kurhauses nimmt die Bergstation Form an. Jedenfalls schon mal zweidimensional:



Zu den Umweltbelangen schaut die projekteigene Umweltbaubegleitung, zudem die Fachbehörden von Bund und Kanton. Dass Umwelt in der Umwelt stattfindet, liess die Natur im Mai die Teilnehmenden einer Umweltbaubegehung spüren, und zwar dergestalt, dass keine Zeitüberschreitung geschah bei dem Termin...


Von wegen Schnee: die neue Bahn wünschen wir uns alle zu Weihnachten. Denn: Die Eröffnung ist auf den 20. Dezember (dieses Jahres) geplant!


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